Die 20 niederösterreichischen Naturparke haben bei der Generalversammlung des Vereins Naturparke Niederösterreich am 8. April ihre gemeinsame Strategie bis 2030 beschlossen und damit ihre Ziele und Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der vier Aufgabenbereiche Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Naturparke als starke Partner in den Regionen.
Klare Schwerpunkte für die nächsten Jahre
Die Strategie trägt den Titel „Landschaften voller Leben – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung gemeinsam gestalten“. Sie baut auf dem bewährten vier-Säulen-Modell der Naturparke auf und setzt bis 2030 klare Schwerpunkte: stärkere Management- und Qualitätsstrukturen, eine breiter aufgestellte und langfristig gesicherte Finanzierung, abgestimmte Kommunikation, tragfähige Partnerschaften sowie mehr Beteiligung der Menschen in den Naturpark-Gemeinden. „Die Naturparke Niederösterreich sind wichtige Lebens-, Lern- und Erholungsräume und zugleich starke Impulsgeber für Naturschutz und Regionalentwicklung. Mit der Strategie 2030 schaffen wir eine gemeinsame Grundlage, um diese Arbeit auch künftig wirksam und regional verankert weiterzuentwickeln“, sagt Naturschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz.
20 Jahre Zusammenarbeit als starke Basis
Die neue Strategie baut auf 20 Jahren gemeinsamer Arbeit im Verein Naturparke Niederösterreich auf. „In diesen zwei Jahrzehnten wurde die Zusammenarbeit der Naturparke konsequent gestärkt, gemeinsame Standards wurden entwickelt und die Interessen der Naturparke auf Landesebene sichtbarer vertreten“, betont Obmann Bgm. Werner Krammer Der Verein hat damit wesentlich dazu beigetragen, die Naturparke als landesweites Netzwerk zu festigen und ihre Leistungen in Naturschutz, Bildung, Erholung und Regionalentwicklung klarer sichtbar zu machen – nach dem Motto: „Stärken bündeln, Wirkung entfalten.“
Projekte zeigen die Wirkung in den Regionen
Wie die Arbeit der Naturparke konkret aussieht, zeigen zahlreiche Beispiele aus Niederösterreich: Im Naturpark Jauerling-Wachau wird eng mit Landwirtschaft und Gastronomie zusammengearbeitet, um die regionale Wertschöpfung mit Naturpark-Spezialitäten zu stärken. Das Projekt „Wilde Weiden“ im Naturpark Leiser Berge verbindet naturnahe, extensive Beweidung mit nachhaltiger Landnutzung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in der Region. Große Weidetiere erhalten offene, artenreiche Lebensräume und fördern damit die ökologische Vielfalt im Weinviertel.
Ein zentrales Aufgabenfeld ist auch die Bildungsarbeit. In allen 20 Naturparken wird eng mit Schulen und Kindergärten zusammengearbeitet. Aktuell sind 44 Schulen und 24 Kindergärten als Naturpark-Bildungseinrichtungen zertifiziert.